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Thailand kurz und bündig

Klima

Klima

Warm ist es in Thailand - abgesehen von hohen Bergregionen und wenigen Kältetagen - das ganze Jahr über. Häufig jedoch wird vergessen, dass für angenehme Aufenthalte die Regen- und Trockenzeiten zu berücksichtigen sind. Die Temperaturen schwanken das ganze Jahr tagsüber zwischen rund 22 und 32 Grad. Je näher man dem Äquator kommt, um so geringer werden die Temperaturschwankungen. Gerade die Küsten und Inseln haben ihre speziellen Wind- und Regenverhältnisse. Normalerweise treten nur von Juli bis Oktober auch mal mehrere Regentage hintereinander auf. Dann jedoch kann ein einziger Monsunregen die Niederschlagsmenge eines ganzen europäischen Monates zur Erde werfen und alles unter Wasser setzen. Unter einem schützenden Dach jedoch ist ein Tropenregen ein tolles Erlebnis und lädt zur Ruhe und Einkehr ein. Zum Reisen oder Sonnenbaden ist diese Zeit jedoch wenig geeignet.

Von Mai bis Oktober ist Thailand im Einflussbereich des Südwest-Monsuns, der dem Land ab Juli reichlich Niederschlag beschert. Von November bis Februar bringt der Nordost-Monsun der Ostküste vom Golf von Thailand ab Prachuap Khiri Khan bis zur Grenze von Malaysia Regen.

Somit kommt es zu drei Jahreszeiten, die regional unterschiedlich ausgeprägt sind:  

DIE REGENZEIT (Mai bis Oktober): mit Niederschlägen vor allem für die Westküste (Phuket, Krabi). Im Landesinnern regnet es später und weniger. Auch dort nehmen die Niederschläge gegen September, Oktober hin zu. Doch kann es bereits im Mai in Bangkok zu kurzfristigen Überschwemmungen kommen.  

DIE KÜHLERE JAHRESZEIT (November bis Februar): Generell für ganz Thailand die idealste Reisezeit mit angenehmen Tagestemperaturen von 20 bis 30 Grad und fast ausnahmslos Sonnenschein. 

DIE HEISSE JAHRESZEIT (März bis Mai): Ab Februar beginnt das Thermometer zu klettern. Nachmittagstemperaturen von 36 Grad und mehr sind nicht selten und gerade im Landesinnern verlangsamt sich das Leben bei bis zu 40 Grad im Schatten. Jetzt ist der Aufenthalt in der Nähe eines kühlenden Gewässers oder in höheren Bergregionen ideal.

Diese Angaben sind als ungefähre Richtwerte zu verstehen. Auch während der Regenzeit gibt es immer wieder tagelange, herrliche Schönwetterperioden. So empfiehlt es sich bei kurzfristig geplanten Reisen z.B. die Webseite der Thailändischen meteorologischen Anstalt unter www.tmd.go.th zu besuchen. 

Ideale Reisezeit

Für ausgedehnte Reisen ist die kühlere Trockenzeit (Mitte November bis März) ideal. Auf den Inseln um Samui regnet es bis in den Dezember hinein recht häufig. Wichtig für die Reiseplanung ist die Berücksichtigung von Schulferien und Feiertagen. Mitte Januar (chinesisches Neujahr), von Mitte April (Songkran) bis mitte Mai (staatliche und religiöse Feiertage), Mitte November (Loy Krathong) und über`s Jahresende bündeln sich die Ferien- und Feiertage. Zu dieser Zeit sind öffentliche Verkehrsmittel überbucht und die Hauptstrassen verstopft. Auf Nebenstrassen kommt man dennoch gut voran. Zu dieser Zeit ist das Aufsuchen von eher durch Ausländer frequentierten Gaststätten etc. zu empfehlen. Die Umgebung von Bangkok (Pattaya, Hua-Hin, Rayong etc.) ist generell an den Wochenenden recht überlaufen. Wer idyllische Natur schätzt, sollte seine Ausflüge und Reisen an Werktagen unternehmen. In der touristischen Nebensaison - in der Regel vom 1. Mai bis zum 15. Oktober - gewähren Hotels und Resorts Nachlässe um die 50 Prozent. Überdies sind bedeutend weniger Leute unterwegs, Strände, Wasserfälle und Tempel also friedvoller anzutreffen.

Sprache

Die Sprache

Thai Schulkinder im Test für den Ernst des Lebens
Städtische Schulkinder nehmen an einer Sprachprüfung teil

Die Thai-Sprache gehört zur sino-tibetischen Sprachfamilie. Wie das Chinesische ist das Thai eine einsilbige Sprache. Diese Struktur ist gerade für Westler völlig fremd. So kann im Thai das gleiche Wort fünf verschiedene Bedeutungen haben, je nachdem in welcher Tonlage es ausgesprochen wird. In der Hochsprache unterscheidet man zwischen fünf Tonhöhen: steigend, fallend, hoch, mittel und niedrig. Das bereitet dem lernwilligen Ausländer eine erhebliche Herausforderung. Hier ist ein gutes Gehör von grosser Hilfe.

Schwierigkeiten bereitet aber auch die im 13. Jahrhundert eingeführte, schwungvolle Dewanagari Schrift die auf der südindischen Pali-Schrift basiert. Als Trost ist zu erwähnen, dass Satzstruktur und Grammatik in der Thai Sprache vergleichsweise einfach sind.

Gute Sprachschulen bietet u. A. die AUA (American University Alumni Association), die neben Bangkok in verschiedenen Tourismuszentren Niederlassungen betreibt.

Geschichte und Politik

Geschichte und Politik

Schönheit und Tradition. Loy Krathong oder das Lichterfest findet jährlich im November statt
Loy Krathong Feier bei einer historischen Stätte in Sukhothai
Ein junger, gutaussehender Ministerpräsident, Abhisit Vejjajiva

Thaksin Shinawatras grosse Popularität wurde sein Schicksal
Ein unnachgiebiger politischer Führer und sein Nachfolger: Thaksin Shinawatra

Die Geschichte Thailands beginnt im 10. Jahrhundert mit der Einwanderung ethnischer Thai aus den Heimatregionen ihrer Vorväter im Süden Chinas in die Regionen von Südostasien. Vor jener Zeit waren die Mon, die Khmer und die Malaien die Herrscher in diesen Gebieten. Die Thai gründeten ihre eigenen Königreiche, eines in Sukhothai und eines in Ayutthaya. Diese Staaten kämpften ständig gegen einander, während sie gleichzeitig von den Khmer, den Burmesen und den Vietnamesen bedroht wurden. Erst viel später, nämlich im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Thailand durch die europäischen Kolonialmächte gefährdet, doch war es in der Lage, als einziges südostasiatisches Land, sich gegen die Kolonialisierung zu wehren. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Thailand während des 19. Jahrhunderts von einer Reihe äusserst fähiger Monarchen regiert wurde, die es verstanden, sich die Rivalität der Kolonialmächte, Frankreich und Grossbritannien, die Indochina bzw. Burma beherrschten, zunutze zu machen und somit ihr eigenes Land vor der Kolonialisierung bewahrten.

Trotz alledem wurde Thailand gezwungen, drei seiner südlichsten Provinzen abzutreten, die heutzutage malaysisches Staatsgebiet sind. Eine vierte dieser überwiegend von Muslimen bewohnten Provinzen, Pattani, gehört bis heute zum thailändischen Staat und ist in den vergangenen zehn Jahren zum Schauplatz blutiger ethnischer Auseinandersetzungen geworden.

Seit eine unblutige Revolution im Jahr 1932 der absoluten Monarchie ein Ende bereitete, ist Thailand von einer ganzen Reihe von Militärregierungen geführt worden, und erst in den 80er Jahren ist schliesslich ein demokratisches System eingeführt worden.

Thailand hat es als einziges südostasiatisches Land fertiggebracht, der Kolonisierung zu entgehen

Aufgrund der geographischen Lage des Landes ist die thailändische Kultur stets von anderen Kulturen der Region, wie der indischen und der chinesischen, beeinflusst worden. Das buddhistische Königreich Sukhothai wird jedoch allgemein als der erste siamesische Staat angesehen. Es wurde im Jahr 1238 gegründet, zu einer Zeit, da das Khmer Reich zu zerfallen begann und schliesslich im 15. Jahrhundert gänzlich zusammenbrach. Während des 16. Jahrhunderts unterlag Sukhothai dem mächtigeren Königreich Ayutthaya, das im 14. Jahrhundert entstanden war.

Nachdem Angkor im Jahr 1431 von siamesischen Truppen zerstört worden war, wurden mehr und mehr Gebräuche der Khmer und deren Kultur von den Siamesen von Ayutthaya angenommen. Als die Burmesen dann im Jahr 1767 Ayutthaya eroberten, wurde Thonburi unter der Herrschaft von König Taksin dem Grossen vorübergehend die Hauptstadt von Thailand.

Die moderne Ära der thailändischen Geschichte hat ihren Anfang im Jahr 1782 zur Zeit des Königs Rama I, der der Gründer der Chakri Dynastie ist und Bangkok zur Hauptstadt des Reiches machte.

Wie bereits erwähnt, wurde die absolute Monarchie im Jahr 1932 durch eine konstitutionelle Monarchie ersetzt. Doch seit jener Zeit ist Thailand von einer politischen Krise in die nächste geschlittert.

Während des 2. Weltkriegs stellte sich Thailand, wenn auch unter Druck, auf die Seite der Japaner und wurde somit zur Operationsbasis für die japanische Kampagne gegen Malaysia und Burma. Im Juli 1944 verbündete sich die Regierung wieder mit den Westmächten. Während des Vietnam-Krieges benutzten amerikanische Truppen Thailand, und insbesondere Pattaya in der Provinz Chonburi, als Fronturlaubsstandort und Map Ta Phut (U-Tapao) wurde zum Landeplatz für amerikanische Flugzeuge, die ihre Bombenlast über Vietnam und Teilen von Kambodscha abwarfen.

Der erste einer ganzen Reihe von militärischen Staatsstreichen fand im Jahr 1976 statt. Weitere folgten 1981 und 1985 und schliesslich im Jahr 1991, aufgrund dessen es im folgenden Jahr zu einem Volksaufstand kam, der vom Militär brutal niedergeschlagen wurde, ein Ereignis, das seither als der "Schwarze Mai" bekannt ist.

In den folgenden Jahren entwickelte sich Thailand aufgrund seines rasanten Wachstums zu einer starken Wirtschaftsmacht in Südostasien. Die rosigen Zeiten endeten jedoch im Jahr 1997, als die thailändische Währung unter der Last riesiger Auslandsschulden plötzlich massiv an Wert verlor. Dieser Absturz hatte eine Kettenreaktion zur Folge, die die asiatische Währungskrise auslöste. Inzwischen hat sich Thailand von dem Schock erholt und befindet sich wieder in einem wirtschaftlich gesunden Zustand.

Im Januar 2001 wurde Thaksin Shinawatra, der Vorsitzende der damals neu gegründeten Thai Rak Thai Partei, Ministerpräsident von Thailand. Dieser Milliardär der Telekommunikationsindustrie war äusserst beliebt, hauptsächlich aufgrund seiner populistischen Massnahmen. Doch als er im Jahr 2003 ankündigte, dass er dem Drogenhandel in Thailand ein Ende machen wolle, und rund 2.300 Menschen im Rahmen dieser Kampagne getötet wurden, begann seine Popularität zu schwinden.

Derweilen brach am 26. Dezember 2004 ein gewaltiger Tsunami über 12 asiatische Länder herein, der auch grosse Gebiete von Thailands Andamanküste (Phuket, Phi-Phi, Krabi, Khao-Lak etc.) verwüstete, wo schätzungsweise 5.300 Menschen ihr Leben verloren.

Trotz all der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen der Korruption und vieler anderer "Unregelmässigkeiten", ging Thaksin ein Jahr später in die Geschichte ein, als er als erster Ministerpräsident des Landes zum zweiten Mal hintereinander ins Amt gewählt wurde. Doch seine Missetaten wurden ihm schliesslich zum Verhängnis, als er sein riesiges Telekommunikationsunternehmen für 2 Milliarden Dollar

verkaufte, und nicht einen Pfennig Steuern dafür entrichtete. Thaksin wurde zum Rücktritt gezwungen, aber, wie ein Stehaufmännchen, bekleidete er schon wenige Wochen später abermals das Amt des Ministerpräsidenten. Doch dann, im September 2006, verübte das Militär unter der Führung des Generals Sonthi Boonyaratglin einen weiteren Staatsstreich, während Thaksin sich in New York aufhielt, wo er an einer Sitzung der UN Generalversammlung teilnahm.

In Thailand wurden in den Jahren 1976, 1981, 1985, 1991 und 2006 militärische Staatsstreiche verübt. Alle diese Umstürze haben die Ausländergemeinde kaum tangiert

Thaksin ging daraufhin ins selbst auferlegte Exil, während seine Thai Rak Thai Partei vom Verfassungsgericht aufgelöst wurde. Das Militär setzte derweilen eine Interimsregierung ein, welche die Staatsgeschäfte weiterführte, bis im Dezember 2007 neue Parlamentswahlen abgehalten wurden, die die People Power Partei gewann, deren Mitglieder zum grössten Teil Politiker der ehemaligen Thai Rak Thai Partei waren.

Thaksin kehrte im Februar 2008 nach Thailand zurück und erklärte, dass er bereit sei, sich vor Gericht gegen die gegen ihn erhobenen Klagen zu verteidigen. Als jedoch seine Frau, Potjaman Shinawatra, wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde und Thaksin selbst es versäumte, zu einem Gerichtstermin zu erscheinen, ergriff das Ehepaar die Flucht und verliess das Land. Das Meiste ihres riesigen Vermögens mussten die beiden allerdings zurücklassen, denn das war nach dem Coup vom Militär eingefroren worden. Thaksin wurde später der Korruption für schuldig befunden und in Abwesenheit zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Die neue Regierung der People Power Partei hielt jedoch ebenfalls nicht lange, weil viele Menschen in Thailand, hauptsächlich Geschäftsleute aber auch Gruppierungen der Mittelklasse, unzufrieden darüber waren, von Politikern der früheren Thai Rak Thai Partei regiert zu werden. Massendemonstrationen zwangen die Regierung schliesslich zum Rücktritt. Sie wurde offiziell am 2. Dezember 2008 vom Verfassungsgericht aufgelöst, mit der Begründung, sie habe sich während der Wahlen des Jahres 2007 des Wahlbetrugs schuldig gemacht.

Am 15. Dezember wählte das Parlament den Vorsitzenden der Demokratischen Partei, Abhisit Vejjajiva, zum neunten thailändischen Ministerpräsidenten. Ob sich diese Regierung bewähren wird und wie lange sie bestehen bleibt, steht in den Sternen.

Die Menschen

Die Menschen

Die Thais verstehen es, mit Lächeln den Tag zu verschönern
Fördert die gute Stimmung - das berühmte thailändische Lächeln

Warum ist Thailand weltweit als “Land des Lächelns” bekannt? Wenn Sie Thailand besuchen, stellen Sie sofort fest, dass die Gesichter der Thais fast in allen Lebenslagen durch ein Lächeln veredelt werden. Obwohl sich das Lächeln durch zunehmenden Leistungsdruck, gerade bei der wohlhabenderen, städtischen Bevölkerung, etwas im Rückzug befindet, ist es nach wie vor allgegenwärtige kulturelle Ausdrucksweise der Thais.

Das Lächeln der Freundlichkeit und des Wohlwollens, der Versuch, mit diesem milden Gesichtsausdruck Vertrauen zu erwecken, den Versuch, das Gegenüber bei Streitigkeiten milde zu stimmen oder die Hoffnung, ein Missgeschick, Unsicherheit oder eine peinliche Situation zu kaschieren. Dann das Lächeln bei einer Bittstellung, zur Respekterweisung oder auch als Absage einer Bitte, die durch das Lächeln weniger brüsk scheint. All dies sind nur einige Deutungen dieses sanften Gesichtsausdruckes der Thais.

Wenn auch häufig für Ausländer schwer nachvollziehbar, gestaltet das Lächeln der Thais den täglichen Kontakt mit ihnen äusserst angenehm.

Das berühmte Lächeln ist ein allgegenwärtiges Merkmal der thailändischen Kultur

In Thailand leben im Jahre 2009 gut 66 Millionen Menschen. Die Lebenserwartung liegt heute bei rund 69 Jahren. Noch im Jahre 1960 lag sie bei gerade mal 52 Jahren. Das Bevölkerungswachstum hat sich mit 0,7% pro Jahr in den letzten Jahren erheblich verlangsamt. Vor allem in ländlichen Gegenden lebt nach wie vor rund 30% der Bevölkerung unter dem Existenzminimum. Man wünscht sich dort viele Kinder, da diese die häufig einzige Altersversicherung sind und das soziale Ansehen steigern. Die Verstädterung mit der entsprechenden sozialen und politischen Kluft ist nicht aufzuhalten. Städte und Tourismuszentren, allen voran die grosse Hauptstadt Bangkok, wirken wie Magnete auf die junge, häufig arbeitslose Landbevölkerung. Ihr Traum von einem besseren Leben führt sie jedoch oft zu miserablen Jobs in Fabriken und Bordellen. Neben Bangkok mit seinen rund 14 Millionen Einwohnern gibt es im Land keine weiteren Millionenstädte.

Knapp über 80% der Gesamtbevölkerung sind Thais, die über Jahrhunderte aus der chinesischen Provinz Yünnan in Richtung Süden wanderten.

Vor allem in den Provinzen im Süden und Norden des Landes, leben ethnische Minderheiten. So leben in den Südprovinzen Yala, Narathiwat und Satun islamische Malaien, die dort an die 80% der Bevölkerung stellen. Hier kämpfen diverse Guerillagruppen für mehr Autonomie bzw. die Unabhängigkeit von Thailand. Im Norden leben weitere ethnische Minderheiten. Häufig sind sie staatenlos und verdingen sich als illegale Arbeiter. Sie gehören wohl zu den bedauernswertesten Bewohnern des Landes.

Eine wirtschaftlich einflussreiche Minderheit am anderen Ende der Wohlstandsskala sind die chinesischstämmigen Thais. Zwischen dem Beginn des 19. Jahrhunderts und 1950 flüchteten rund 4 Millionen Chinesen aus ihrer krisengeplagten Heimat. Eine Untersuchung der Thammasat-Universität stellte fest, das 63 von 100 der grössten Industriebetriebe von Chinesen kontrolliert werden. Zudem sind 23 der 25 einflussreichsten Wirtschaftsführer Chinesen.

94% der Thais sind Buddhisten, 4% Moslems und 2% Christen und andere.

Wohl ist es dem Einfluss des Buddhismus zu verdanken, der die Thais das Leben locker und gemütlich angehen lässt. Ihr Ehrgeiz und Arbeitsethos hält sich eher in Grenzen. Ständig scheinen sie fröhlich; sie sind einem Spass oder Vergnügen nie abgeneigt. Die neulichen politischen Grabenkämpfe sind für das friedliebende Thai-Volk sehr ungewöhnlich und für die überwiegende Mehrheit der Thais ein grosser Verdruss. Ein hohes Mass an Toleranz hat den unterschiedlichsten Bewohnern Thailands über Jahrhunderte und bis zum heutigen Tag ein unbeschwertes Leben in Harmonie und Koexistenz ermöglicht und den Ausländern aller Religionen und Ethnien ein Höchstmass an spürbarer Freiheit beschert.

Thailand in Kürze

Thailand in Kürze

Respekt und Verehrung: Ihre Majestäten der König und die Königin neben den Nationalfarben
Ihre Majestäten, der König und die Königin von Thailand - Die Nationalflagge
2565 Meter über dem Meer, die höchste Erhebung des Königreiches
Der höchste Gipfel des Königreichs - Der Doi Inthanon in Chiang Mai

Name des Landes:
Thailand (Prathet Thai, was auf Deutsch "Land der Freien" bedeutet)  

Hauptstadt:
Bangkok (Krung Thep, auf Deutsch "Stadt der Engel") - Voll ausgeschrieben lautet der Name: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit - und ist somit der längste Ortsname der Welt. 

Staatsoberhaupt:
Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie. Der derzeitige Monarch ist König Bhumibol Adulyadej, auch König Rama IX genannt, denn er ist der neunte König der Chakri Dynastie. Der König, der seit 9. Juli 1946 Herrscher des Landes ist und am 5. Mai 1950 offiziell gekrönt wurde, ist heute der am längsten regierende Monarch der Welt. 

Ministerpräsident:
Abhisit Vejjajiva (seit Dezember 2008)

Nationalfeiertag:
5. Dezember (Geburtstag des Königs)  

Landfläche:
514.000 qkm (einschliesslich der Territorialgewässer) 

Bevölkerung:
66.001.652 Einwohner (2009) = 128,4 Einwohner pro qkm 

Währung:
Thai Baht (THB)
1 Baht = 100 Satang (kaum noch gebräuchlich)
Münzen: 1, 2, 5, 10
Noten: 10 (nicht mehr im Umlauf), 20, 50, 100, 500, 1.000  

Eisenbahnnetz:
Gesamte Schienenlänge 4.218 km (2008)  

Strassennetz:
Befestigte Strassen: 64.712 km (2009)  

Die wichtigsten Häfen:
Laem Chabang, Bangkok (Klong Toey), Sattahip, Phuket, Pattani, Sonkla 

Flughäfen:
Insgesamt 116 (2007)  

Ortszeit:
Sieben Stunden der Greenwich Mean Time voraus (+7 Std. GMT)

Die höchsten Berge:

  • Doi Inthanon (Provinz Chiang-Mai) - 2,565 m.
  • Doi Luang (Provinz Chiang-Rai) - 2,175 m.
  • Loi Un (Provinz Chiang-Rai) - 2,131 m
  • Phu Soi Dao (Provinz Uttaradit) - 2,102 m
  • Khao Mokochu (Provinz Khampaeng Phet) - 1,960 m  

Die wichtigsten Flüsse:

  • Chao Phraya 372 km / 231 Meilen - die Hauptwasserstrasse des Landes
  • Chi    765 km / 475 Meilen
  • Mekhong 4,880 km / 3,000 Meilen - davon nur einige hundert km als Grenzfluss zu Burma, Laos und Kambodscha
  • Mun   750 km / 466 Meilen
  • Nan   740 km / / 460 Meilen
  • Ping River: 658 km / 409 Meilen

Die Längen sind wegen der Mündung von Nebenflüssen etwas umstritten. 

Die grössten Inseln:

  • Phuket (Provinz Phuket) - 543 qkm
  • Koh Samui (Provinz Surat Thani) - 229 qkm
  • Koh Chang (Provinz Trat) - 217 qkm
  • Koh Lanta Yai (Provinz Krabi) - 180 qkm
  • Koh Pha Ngan (Provinz Surat Thani) - 168 qkm  

Stromspannung:
220 Volt  

Geografische Lage:
Gelegen in den Tropen Südostasiens, zwischen dem 6. und dem 20. Grad nördlicher Breite, sowie dem 98 und 105 Grad östlicher Länge.